Presse

05.12.2014 - Südtiroler Wirtschaftszeitung
Homepage selber bauen, aber nicht nur

Mit dem Programm Webkit4u von Datic kann sich jeder ohne großen Aufwand eine Homepage zusammenklicken. Der Webbaukasten des Startup-Unternehmens unterscheidet sich von ähnlichen Produkten durch seine Mehrsprachigkeit und durch die vielen Zusatzleistungen des Herstellers.  Seit 2013 hat Datic seinen Sitz im Gründerzentrum des TIS innovation park. 
 
Acht von zehn Unternehmen haben in Südtirol eine Homepage, jeder zweite Betrieb führt einen Online-Shop. Die Zahlen stammen vom Landesstatistikinstitut ASTAT und bedürfen jedoch einer Präzisierung: Bei der Erhebung wurden nur Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern berücksichtigt. Im Zeitalter der Social Media setzen aber auch Klein- und Kleinstbetriebe, ebenso wie Organisationen, Vereine und Einzelpersonen nach wie vor auf eine Internetseite. Ja selbst Veranstaltungen wie Wirtschaftsschauen oder Messen und private Events werden mittlerweile mit einer eigenen Homepage beworben. Tendenz steigend. Und genau an diese  Kunden richtet sich auch die Plattform Webkit4u von Datic. Denn wer mit einer Seite oder einem Shop im Netz präsent sein will, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Er beauftragt einen Webdesigner oder macht sich selbst an die Arbeit. „Mit unserem Webbaukasten können auch Laien – also Menschen ohne Programmierkenntnisse – einen Internetauftritt erstellen“, sagt Aaron Andreis. „Das heißt aber nicht, dass wir unsere Kunden dabei alleine lassen.“  Mit nur zwei Sätzen bringt der junge Elektrotechniker (Jahrgang 1984) die Philosophie von Datic auf den Punkt: Einfache Handhabung und Rundumbetreuung sind das Credo des Startup-Unternehmens. 2012 hat Andreis gemeinsam mit dem Passeirer Informatiker David Buchschwenter (29) Webkit4u entwickelt, anschließend die Datic OHG aus der Taufe gehoben und kurz darauf den derzeitigen Sitz im Gründerzentrum des TIS innovation park in Bozen bezogen. 
Dass sie sich mit ihrer Idee nicht allein auf dem Markt befinden, wussten die beiden jungen Männer von Anfang an. „Auch wenn es damals noch nicht so viele Anbieter gab“, sagt Andreis. Heute genügt ein rascher Blick ins Netz, um festzustellen, wie stark die Konkurrenz in der Zwischenzeit gewachsen ist. Daher der Anspruch von Datic, sich durch ein extrem einfaches und dennoch sehr anpassungsfähiges Schema, aber auch durch Mehrsprachigkeit und zusätzliche Leistungen abzuheben. „Wir verfolgen den Markt sehr genau und können uns heute sicher mit den Besten messen“, so Aaron Andreis, der in diesem Zusammenhang vor allem die große Gestaltungsfreiheit der Plattform hervorhebt. „Alles lässt sich personalisieren“, sagt David Buchschwenter. „Das Programm passt sich problemlos jeder Branche und jedem Corporate-Design an.“  „Und außerdem sind wir ja auch noch da“, ergänzt Aaron Andreis. „Denn uns geht es nicht nur darum, unser Produkt zu verkaufen, sondern auch um die Betreuung der Kunden.“ Im Klartext: Datic berät und begleitet, vermittelt aber auch Fotografen, Texter und Übersetzer und veranstaltet, wenn gewünscht, sogar Einführungskurse. „Wie etwa für den Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister, mit dem wir ein entsprechendes Abkommen abgeschlossen haben.“ Vereinbarungen gebe es derzeit aber auch mit Südtiroler Webdesignern und Konkurrenzunternehmen. „Denn warum sollten nicht auch sie mit Webkit4u arbeiten?“, so Andreis. Und noch etwas: Kunden werden bei Datic auch nachbetreut. „Wir analysieren bereits erstellte Webseiten,  schlagen Verbesserungsmöglichkeiten gegenüber der Konkurrenz vor und überarbeiten die Onlinepräsenz.“
Neben dem Baukasten zur Gestaltung der Homepage bietet Datic  seit kurzem auch eine komplette Online-Shop-Lösung an, die ohne Vorkenntnisse in die Webkit4u-Homepage implementiert werden kann. „Dieses Produkt wurde vor allem für Betriebe konzipiert, die in den E-Commerce-Bereich einsteigen wollen“, erklärt David Buchschwenter. Das Freischalten allein koste nur 20 Euro. „Unsere Provision wächst mit dem Geschäftsvolumen, geht aber – sobald ein gewisser Umsatz erreicht wurde –  wieder zurück. Jeder Kunde kann aber sehr individuelle Konditionen aushandeln.“  Beim E-Commerce stecke Südtirol noch in den Kinderschuhen. „Wir sind aber davon überzeugt, dass der elektronische Handel in Zukunft auch hier wachsen wird.“ 
Weil nicht nur das Internet selbst, sondern auch das Geschäft im Netz ein extrem schnelles Tempo vorweist, arbeiten Andreis und Buchschwenter nach knapp einem Jahr bereits an der zweiten Version von Webkit4u. „Die neue Plattform wird noch schneller und noch anpassungsfähiger“, versichert das Duo. Dafür sei auch ein Webdesigner mit ins Boot geholt worden, der den Entwicklungsprozess ständig begleitet.  Das neue Produkt soll Datic zudem zu einem Quantensprung verhelfen. „Wir werden damit erstmals auch außerhalb Südtirols präsent sein.“ Doch abschließend noch eine Frage: Was bedeutet Datic eigentlich? „Der Firmennamen ist ein Wortspiel. Wir haben mit unseren Eigennamen und einigen Fachbegriffen herumexperimentiert und sind schließlich zu diesem Ergebnis gekommen“, sagt David Buchschwenter.

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